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Wohin mit meinen alten Sachen? – Erfahrungsbericht vom Flohmarkt

Bei uns in der Gegend findet jedes Jahr der Lions Flohmarkt statt und ist weit und breit berühmt. Dieses Jahr wollte ich unbedingt mithelfen, da mir ja Aussortieren großen Spaß macht. Das Ganze ist ja auch noch für einen guten Zweck, deswegen macht es doppelt Spaß!

Start für mich war am Dienstag und Mittwoch, wo ich von der Früh weg beim Empfang der Sachen mitgeholfen habe. Dieses Jahr wurde das System des Flohmarkts etwas umgestellt. Die Leute mussten die Sachen zur Halle und somit Veranstaltungsort bringen. Das sollte Müll und Aufwand vermeiden und ich kann euch jetzt schon die gute Nachricht überbringen –  es hatte nur positive Auswirkungen auf alle Bereiche!

Ich, als meist am Computer arbeitender Mensch, war rasch sehr erschöpft von der Tragerei. Wir haben die Dinge der Leute vorsortiert in große Wagen, je nach Kategorie z.B. Kleidung, Spielzeug und wenn man gar nicht zuordnen konnte – zu den Raritäten. Nach dem Einsatz bei der Abgabe ging ich zu meiner Abteilung, die eben aus den Raritäten bestand. Ich wurde den Bildern zugeteilt und sollte diese Sortieren und schön für die Kundschaft aufhängen. Sofort erhielt ich Anweisungen und Hilfe von Susi – einem Profi im Bereich Bilder. Vor allem Heiligen- und Stickbilder sind die Verkaufsrenner, wurde mir erzählt und so gestaltete ich, wie ich es jetzt nenne, die Wand des Grauens – Jesusbilder gefolgt von wunderschönen Stickbilder. Einige Kunstdrucke und beeindruckende Nackstickbilder waren auch dabei – ich konnte es mir nicht verkneifen und hängte die räkelnde nackte Schönheit neben den unschuldigen Jesus – die haben sich dann auch gut verstanden.

Bei den Raritäten landete eben dann auch vieles andere – Antiquitäten, hilfreiche Küchenhelfer von Tschibo, Dekoartikel und natürlich viele Dekofiguren. Ich war erstaunt, wieviele originalverpackte Waren den Weg zum Flohmarkt gefunden haben. Die Tische waren auf den letzten Platz voll und darunter platzierten wir Kisten mit weiteren Schätzen, damit wir die begehrten Verkaufsflächen weiter bestücken konnten.

Der Verkauf begann am Samstag, wo ich leider nicht teilnehmen konnte. Am Sonntag waren viele Sachen schon verkauft, es hatte einen Run gegeben. Ich war gespannt, was wir am Sonntag noch alles verkaufen konnten. Alles in allem hat alles gut funktioniert! Wir haben viel eingenommen und konnten vieles verkaufen. Leider wurde auch viel gestohlen (eigentlich geht es um einen guten Zweck, also unglaublich) und viele Leute haben unverschämt gehandelt.

Ich hatte eine Menge Spaß weil ich meiner Leidenschaft dem Sortieren nachgehen und Gutes tun konnte. Die Gemeinschaft war einfach super unter den Leuten. Trotzdem muss ich den Moralapostel hinauskehren – würden die Menschen mehr darüber nachdenken was sie kaufen und somit dann weniger kaufen, könnte man das Geld sparen und direkt spenden. Das schreibe ich deswegen, weil es einfach unglaublich ist, welche Massen an Sachen jedes Jahr (!!!) zusammenkommen.

Nichtsdestotrotz finde ich es eine super Sache und mir hat es natürlich großen Spaß gemacht alles in Ordnung zu bringen, zu Sortieren und auszumisten. Ich war voll in meinem Element und freue mich aufs nächste Jahr!

 

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